Rhein Team Cup – eine zündende Idee

Ausgabe Düsseldorf vom 21.08.2013; Ressort: Lokaler Sport

Acht Vereine kämpfen beim Club am Rhein um die inoffizielle Düsseldorfer Mannschafts-Meisterschaft. Den Ideen-Wettbewerb hat die Mannschaft des Club am Rhein bereits gewonnen, der sportliche Sieg um den Rhein Team Cup wird angestrebt. Dabei handelt es sich um die inoffizielle Düsseldorfer-Team-Meisterschaft, die vom 28. August bis zum 7. September ausgetragen wird und an der acht Vereine teilnehmen: Rochusclub, DSC 99, Post SV, DSV 04, TC Kaiserswerth, TC Angermund, TC Homberg-Meiersberg und der gastgebende Club am Rhein. Das siegreiche Team bekommt für ein Wochenende einen BMW vom Autohaus Timmermanns zur Verfügung gestellt. Dominik Ehlert hatte die Idee. „Es gibt tausend Club-Turniere jedes Jahr“, sagt er. „Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, wo wir gesagt haben, lasst uns mal etwas Neues ausprobieren. Wir spielen gerne Doppel, wollten einen Mannschaftswettbewerb und ungefähr eine Spielstärke.“ Herausgekommen ist der Rhein Team Cup, dessen Modus in Anlehnung an den früheren World Team Cup erfolgt. Jeder Verein nominiert zwei Spieler, die jeweils ein Einzel und ein gemeinsames Doppel bestreiten. Gespielt wird in zwei Vierer-Gruppen jeder gegen jeden, mit anschließenden Halbfinals und dem Endspiel. „Wir sind als Kinder doch immer zum World Team Cup gegangen, und der Modus hat Spaß gemacht“, erinnert sich Dominik Ehlert.

Die Umsetzung der Idee wäre natürlich nicht möglich ohne einen engagierten Vorsitzenden, der für neue Ideen offen ist. Rüdiger Dohmann, der seit neun Jahren den 400 Mitglieder starken und 60 Jahre alten Traditionsverein führt, ließ sich sofort von der Idee begeistern. „Weil die Vereine keine Profis schicken, sondern alle Düsseldorfer Jungs sind, die da gegeneinander antreten“, sagt der heimatverbundene Orthopäde. „Hier werden Spaß und Leistungsbereitschaft ideal kombiniert.“ Die herrliche gelegene Anlage, auf der die Plätze in Kuhlen liegen und Center-Court-Charakter ausstrahlen, ist zwar reizvoll, aber der Vorsitzende wollte den Teilnehmern beim Turnier eine weitere Attraktion bieten. „Das geht nicht ohne Hilfe. Solch ein Turnier kann man nicht ohne Sponsoren auf die Beine stellen“, sagt Rüdiger Dohmann und hat seine vielfältigen Kontakte spielen lassen. So sprach der Prinz Karneval der Landeshauptstadt aus dem Jahr 2004 auch den Prinz von Nettetal des Jahres 1996 an – Thomas Timmermanns. „Ich bin zwar im Tennis nur wenig zu Hause und Fortune durch und durch, aber eine Team-Meisterschaft ohne Profis unter den Düsseldorfern in einem tollen Umfeld fand ich eine unterstützenswerte Idee“, sagt Thomas Timmermanns, der damit auch ein deutliches Bekenntnis zum regionalen Markt ablegt. „Und Mobilität verbindet BMW und Tennis, wo der Ball schnell über das Netz fliegt.“
Dominik Ehlert hatte die zündende Idee, jetzt hat er noch ein Ziel: Er möchte am 7. September das Endspiel gewinnen und dann drei Tage lang den BMW fahren.

Artikel vom 21.08.2013 in der Rheinischen Post

Rochusclub gewinnt Rhein Team Cup

Ausgabe Düsseldorf vom 09.09.2013; Ressort: Lokaler Sport

Die Grafenberger besiegen im Endspiel den gastgebenden Club am Rhein mit 2:1.
Das Turnierdebüt war ein Volltreffer. Was der World Team Cup 35 Jahre lang international war, soll der Rhein Team Cup regional werden: Ein äußerst beliebtes Tennisturnier für Mannschaften. Das Debüt ist jedenfalls geglückt. Acht Mannschaften spielten in zwei Gruppen, wobei die beiden jeweils Erstplatzierten das Halbfinale erreichten. Das Endspiel bestritten der Rochusclub und der Club am Rhein. Die Grafenberger gewannen 2:1, hatten jedoch vor 200 Zuschauern mehr Mühe, als ihnen lieb sein konnte. Dass Dominik Ehlert den Bundesligaspieler Moritz von Arnim mit 6:2, 7:6 bezwingen konnte, war eine echte Überraschung. „Ich verliere nicht so gerne“, meinte von Arnim. Sein Bruder Lucius sorgte immerhin für den Ausgleich, so dass das Doppel entscheiden musste, das der Rochsuclub deutlich gewann.
„Es war ein sehr schönes Turnier, das hervorragend organisiert war. Das ist der größte Pokal, den ich je gewonnen habe“, meinte Moritz von Arnim. „Aber leider kann man nicht daraus trinken.“
Elf Tage lang lachte die Sonne über den herrlich in Kuhlen gelegenen Plätzen des Club am Rhein. Erst als die FDP-Bundestagsabgeordnete Gisela Piltz und Andreas Kraemer vom BMW-Autohaus Timmermanns die Pokale überreicht hatten, fielen die ersten Tropfen. „Wir hatten wirklich viel Glück mit dem Wetter“, sagte Rüdiger Dohmann, seit neun Jahren Vorsitzender des Club am Rhein, der ein dickes Lob für Dominik Ehlert und seine Freunde parat hatte: „Sie haben die Idee von diesem Turnier entwickelt und es in die Tat umgesetzt. Das war prima, vor allem für unseren Nachwuchs, denn für ihn haben die Spieler Vorbildfunktion.“ Ein Grund mehr, dass Andreas Kraemer vom Hauptsponsor BMW die Investition als sinnvoll erachtet: „Die Idee der Spieler war innovativ und kreativ, ihr Spiel ist schnell und dynamisch – das passt bestens zu uns.“ Gisela Piltz genoss mitten im Wahlkampfstress die Stunden im Club am Rhein. „Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es ein solches Turnier noch nicht gab“, sagte die FDP-Politikerin, die als Schülerin beim TC Freiheit gespielt hat. Nach dem geglückten Debüt scheint der Rhein Team Cup eine Zukunft zu haben.

Artikel vom 09.09.2013 in der Rheinischen Post

Zwei Prinzen mit einer tollen Idee

Rhein-Team-Cup: „Players Night“ im Circus FlicFlac